Unabhängigkeitserklärung
Deutschlands dümmster Verleger hat ein neues Buch herausgebracht. So hatte ich es zumindest verstanden, denn Dr. F. sächselt stark. Gesagt hatte er, dass Deutschlands jüngster Verleger ein neues Buch herausgebracht hätte: "Rückerinnerungen - von Seume und Münchhausen". Der Museumsladen in Leipzigs Altem Rathaus hatte es auch schon, 200 Seiten, davon über die Hälfte zweifelhafte Schlaumeiereien von Deutschlands jüngstem Verleger und seinen Kumpels. Das ursprüngliche Bändchen umfasst 96 Seiten. Archive.org hat eine recht brauchbare PDF-Version davon, die man problemlos am Bildschirm lesen kann. Ich möchte es aber auf dem Ebook-Reader lesen und da sieht es wie Ameisenkot aus.
Man müsste es in ein Textdokument umwandeln ... 48 Bildchen von den Doppelseiten sind rasch "gecaptured". Good old Abbyy OCR lernt die Fraktur auch schnell als "Benutzermuster". Man muss ihm nur verbieten, die "integrierten Muster" zu verwenden. Das Resultat kommt in eine *.rtf-Datei, die Lesefehler sind zu korrigieren. Die Rechtschreibung wird noch behutsam modernisiert, bis auf die für den Reim notwendigen Wörter. Auch "teutsch" und "Teutschland" bleiben stehen, Münchhausen wollte es ausdrücklich so: "Viele unserer heutigen Schriftsteller schreiben Teutsch mit einem D. Das halt' ich aber für nicht so richtig als mit einem T., weil das Wort von Teut oder Teutonia abstammt." So ist es. Jetzt das Textdokument auf dem Desktop mit der Maus anpacken und beherzt in den Ordner "Digital Editions" des Readers ziehen - fertig. Teutschlands sparsamster Verleger hat ein neues Buch herausgebracht, hier ist es: rueckeri.rtf.

Man müsste es in ein Textdokument umwandeln ... 48 Bildchen von den Doppelseiten sind rasch "gecaptured". Good old Abbyy OCR lernt die Fraktur auch schnell als "Benutzermuster". Man muss ihm nur verbieten, die "integrierten Muster" zu verwenden. Das Resultat kommt in eine *.rtf-Datei, die Lesefehler sind zu korrigieren. Die Rechtschreibung wird noch behutsam modernisiert, bis auf die für den Reim notwendigen Wörter. Auch "teutsch" und "Teutschland" bleiben stehen, Münchhausen wollte es ausdrücklich so: "Viele unserer heutigen Schriftsteller schreiben Teutsch mit einem D. Das halt' ich aber für nicht so richtig als mit einem T., weil das Wort von Teut oder Teutonia abstammt." So ist es. Jetzt das Textdokument auf dem Desktop mit der Maus anpacken und beherzt in den Ordner "Digital Editions" des Readers ziehen - fertig. Teutschlands sparsamster Verleger hat ein neues Buch herausgebracht, hier ist es: rueckeri.rtf.

stulli - 20. Jun, 11:19
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